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Akon
AKON

Nachdem er die Fans mit seinem Platin-Debüt "Trouble" überzeugen konnte, legt der Rapper aus dem Senegal nun mit dem Nachfolgealbum "Konvicted" und weiteren Geschichten seiner persönlichen Reise nach. Wenn "Trouble" Akons Ode an eine Erlösung war (vor seiner Musikkarriere saß er wegen Autodiebstahls im Gefängnis), knüpft Konvicted jetzt bei dem Thema Wiedergeburt an. Sich selbst durch seine Erlösung - Musik - neu zu erfinden lautet sein Motto.

Nachdem die Hitsingle "Locked Up" eine Menge Lorbeeren eingebracht hatte, sind die vielfältigen Facetten seines Seelenlebens auch auf seiner zweiten Platte nicht zu überhören. Akon produzierte und schrieb alle Songs auf "Konvicted". Das Album enthält Tracks mit Eminem (die erste Single "Smack That"), Snoop Dogg ("I Want to Love You") und Styles P. (der Akons Debüt-Hitsingle "Locked Up" bereicherte).

"Smack That" ist ein energiegeladener Song mit all den nötigen Zutaten für einen meisterhaften Clubhit inklusive den aggressiven Texten von "8 Mile"-Wortschmied Eminem. Nachdem er Em schon kurz nach der Zusammenarbeit mit Obie Trice auf "Snitch" kennengelernt hatte, freundeten sich beide schnell an. "Ich wusste, dass ich Eminem dabei haben wollte, doch er ist sehr darauf bedacht, nicht auf zu vielen Produktionen aufzutauchen. Als er anrief und sagte, er könne nun ins Studio gehen, war das ein Segen. Ich nahm den ersten Flug nach Detroit", erzählt Akon.

Ein weiterer herausragender Song auf "Konvicted" ist der Anti-Gangsta-Track "Runnin'". Akons Neoblues, der an die Ehrlichkeit von Curtis Mayfields zeitloser Filmmusik zu Super Fly erinnert, ruft den Kampf, keine krummen Touren mehr zu machen, ins Gedächtnis zurück, wenn Akon singt: "Ich habe genug davon, vor dem Gesetz wegzulaufen." Ironischerweise schrieb Akon das Stück, als er noch im Gefängnis saß. "Es ist ein Song, dem man anmerkt, dass er echt ist", erläutert Akon. "Jedes Wort darin ist ernst gemeint."

In der Tradition von Pionier R. Kelly arbeitend, bewegt sich Akon gewandt von harten Storys zum Dancefloor hin zu inspirierenden Balladen; die Strophen stecken voller lebhaftem Gesangsrap, wobei Akon auf dem Album gleichzeitig auch seine eigenen Backings eingesungen hat. "Mein Ziel ist es nicht, das Straßenleben zu verherrlichen, aber Gangstas sind auch Menschen. Sie haben Familien und Kinder, und das will ich ein wenig thematisieren. Ich kann den Leuten zwar nicht sagen, was sie nicht tun sollen, aber ich kann ein Vorbild sein."

Dennoch erweist sich Akon, während seine Texte nach wie vor scharf sind, produktionstechnisch als innovativ. Ohne Berührungsängste kommen Pop-Elemente wie Klavier und die Zickzack-Klänge von Geigen auf der betörenden Ballade "Never Took the Time" zusammen. "Wenn ich Lieder komponiere, will ich musikalisch stärker anders sein", sagt Akon. "Heutzutage liegen die stilistischen Elemente in der Hand der Produzenten."

Das Kronjuwel auf "Konvicted", an dem Akon in seinen eigenen Koncast Studios in Atlanta gearbeitet hat, ist wahrscheinlich "Africa". Bei dem Song, einer von Percussion-Instrumenten dominierten starken, "seiner Heimat gewidmeten" Hymne, kommen Akons Texte, wenn er über verschiedene Probleme von Sklaverei bis zu Hautfarbe singt, schlicht auf den Punkt. "Mit dem Song 'Africa' will ich den Menschen diesen Kontinent stärker ins Bewusstsein rufen."

Mit der Brillanz von "Konvicted" reißt der Label-Besitzer, Sänger, Songschreiber und Produzent Akon musikalische Barrieren ein und bestätigt zugleich auch seine Bedeutung als Soul-Musiker für das neue Jahrtausend.