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Backstreet Boys
Backstreet Boys

Es ist kaum zu glauben, dass es tatsächlich schon fünfzehn Jahre her sein soll, seit die Backstreet Boys mit ihrem selbstbetitelten Erfolgsalbum die Popwelt im Sturm eroberten. Das Album „Backstreet Boys“ erschien 1997 und begeisterte eine ganze Generation junger Popfans. Erinnern Sie sich an die makellosen Harmonien der Songs und die bedingungslose Leidenschaft, mit der Millionen von Anhängern eine wahre BSB-Manie lostraten? Vielleicht hatten Sie sogar selbst ein BSB-Poster an der Wand hängen.
Bis heute hat die Gruppe weltweit mehr als 75 Millionen Alben verkauft. Die beiden ersten US-Alben „Backstreet Boys“ (1997) und „Millenium“ (1999) erreichten mit jeweils mehr als zehn Millionen verkaufter Einheiten Diamantstatus und „Millenium“ schoss in mehr als fünfundzwanzig Ländern auf Platz eins der Verkaufscharts. Die Band hatte ein Dutzend Top-40-Hits, darunter die Top-5-Singles „Quit Playing Games (With My Heart)“, „As Long As You Love Me“, „Everybody (Backstreet’s Back)” und „All I Have To Give”.
Einiges hat sich verändert seit die fünf Bandmitglieder Nick Carter, Howie Dorough, Brian Littrell, AJ McLean und Kevin Richardson 1997 in den Fokus einer begeisterten Öffentlichkeit rückten. Heute sind sie, genau wie ihre Fans der ersten Stunde, längst erwachsen, sie haben Familien gegründet, an Soloprojekten gearbeitet und am Broadway gesungen und sie haben auch die Schattenseiten des Ruhms kennengerlernt: Alkohol- und Drogensucht, unzuverlässige Manager und sogar schwere gesundheitliche Probleme. 2006 verließ Richardson die Band – in Absprache mit und begleitet von den besten Wünschen seiner Bandkollegen.
Doch wer „Unbreakable”, das neue, sechste Album der Band hört, stellt schnell fest, dass die einprägsamen Melodien, die großartigen Hooklines und die sorgfältig einstudierten drei- und vierstimmigen Harmonien so grandios klingen wie immer. Die Backstreet Boys sind mit Leib und Seele Musiker. „Es ist toll, dass wir immer noch dabei sind,“ sagt Howie. „So viele Künstler, Boybands und Rapper, die mit uns angefangen haben, haben sich schon längst verabschiedet. Wir orientieren uns an Künstlern wie den Eagles, den Rolling Stones oder Aerosmith, wo jedes Mitglied sein eigenes Ding macht und man trotzdem immer wieder zusammenkommt. Ich finde diese Kontinuität bewundernswert.“
Und Brian fügt hinzu: „Viele dieser in der Versenkung verschwundenen Popbands hatten einen oder zwei sehr gute Sänger, um die sich alles drehte. Dass wir so lange zusammengeblieben sind, hat auch damit zu tun, dass wir ein Team gleichberechtigter Sänger mit einer gemeinsamen Vision sind. Wir haben als Band soviel durchgemacht. Entweder entzweit das eine Gruppe oder es schweißt sie noch fester zusammen. Als wir zwischen 2002 und 2005 eine Pause einlegten, nutzen wir die Zeit, um durchzuatmen und zur Ruhe zu kommen. Es ist gar nicht schlecht, wenn Du einige Zeit aufhörst, ein Popstar zu sein. Jeder von uns hat sich emotional weiterentwickelt und wir haben trotzdem nie den Respekt vor uns als Gruppe verloren.“
„Wir können es kaum erwarten, auf der Grundlage unseres neuen Materials eine tolle Bühnenshow zusammenzustellen“, freut sich Nick. „Der Gesang und die Harmonien machen die Hälfte aus, die andere Hälfte ist die Perfomance. Wir sind eben Entertainer,“ lacht AJ. „Wir sind doch keine frühzeitig gealterten Herrschaften, die auf der Bühne nur noch singend auf dem Hocker sitzen. Wenn man die Platte hört, merkt man schnell, dass die Stücke sich perfekt für Liveauftritte eignen.“
Es scheint tatsächlich so, als seien die Backstreet Boys nie weg gewesen. Nach fünfzehn Jahren im Musikgeschäft wird ihnen immer noch von allen Seiten höchste Aufmerksamkeit entgegengebracht. „Es ist schön, dass die Leute sich für uns interessieren und dass wir unsere Fans mit unseren Stücken begeistern können. Wir haben wirklich etwas Bemerkenswertes erreicht“, sagt Brian.
„Unsere Musik hat sich mit unseren Fans verändert. Als wir angefangen haben, waren wir wahnsinnig jung“, fügt Howie hinzu. Mit jedem Album haben wir uns weiterentwickelt, von den Texten her und auch gesanglich. Obendrein hatten wir die Möglichkeit, die geschäftliche Seite kennen zu lernen und ich denke, wir sind mit der Zeit auch richtig ordentliche Künstler und Musiker geworden. Ich schätze, dass merkt man auch.“
Und AJ merkt noch an: „Wir sind unser halbes Leben lang Teil dieser Gruppe gewesen, das ist doch ziemlich verrückt. Hättest Du mich 1992 gefragt, ob ich 2008 immer noch ein Backstreet Boy sein würde, wäre ich da nicht so sicher gewesen. Aber wir machen weiter, weil wir das lieben, was wir tun. Es ist das Beste, auf der Bühne zu stehen und in die fröhlichen Gesichter von tanzenden Mädchen, Jungs, Pärchen und Omas zu schauen.“