Foo Fighters
Foo Fighters

Die Foo Fighters hatten ihr zehnjähriges Bandjubiläum über ein Jahr lang gefeiert, angefangen mit einem Doppelalbum, In Your Honor von 2005, das die New York Times als "unerwartetes Magnum Opus" bezeichnete, einer ausverkauften Stadiontour, dessen Fundament die rockige erste CD des Doppelalbums bildete, gefolgt von intimeren Clubkonzerten, die die sanftere zweite Hälfte der Platte ins Rampenlicht rückten (später dokumentiert auf dem Skin and Bones Live-Mitschnitt) und mit einem Headliner-Gig im Londoner Hyde Park vor 85.000 Zuschauern. Nun stellt sich mehr als je zuvor in der Karriere der Foo Fighters die Frage: Wie ist das noch zu übertreffen?!?

Die Antwort kommt in Form des sechsten Studioalbums der Band, Echoes, Silence, Patience & Grace, veröffentlicht im September 2007, ganz nach dem Motto, "wir tun, wie es uns beliebt". Gekonnt unterstützt von Produzent Gil Norton, der mit der Gruppe bei The Colour and The Shape zusammengearbeitet hatte (das Album erhielt unlängst eine Generalüberholung in Form eines 10th Anniversary Luxus-Reissues), schufen Dave Grohl, Drummer Taylor Hawkins, Bassist Nate Mendel und Gitarrist Chris Shiflett einen Meilenstein mit zwölf Songs – das bis dato komplexeste und selbstbewussteste Album der Foo Fighters zeigt und balanciert jede Stärke und Sensibilität der Band.

Echoes, Silence, Patience & Grace beginnt mit den besten Beispielen für die neueste Waffe im Arsenal der Foo Fighters: Die erste Single "The Pretender" sowie der zweite Track "Let It Die" werden mit schlichten, unheilvoll klingenden Sologitarren-Molltönen und Vocal-Intros eröffnet und bauen sich langsam zu frenetischen, explosiven Hymnen auf, die gerade rechtzeitig aufhören, um den Zuhörer atemlos nach mehr verlangen zu lassen. Langjährige Fans werden zufrieden zur Kenntnis nehmen, dass die Foo Fighters ihr Markenzeichen – ein von Hooks geprägtes Songwriting – nicht aussen vor liessen, so wurden "Long Road To Ruin" mit seinem unbestreitbaren Mitsing-Refrain und "Cheer Up Boys (Your Make-Up Is Running)", der ultra-melodische Dreh- und Angelpunkt des Albums, kurzerhand zu Dauerbrenner im Live-Set der Foo Fighters zusammen mit "This Is A Call" vom 1995er selbstbetitelten Debüt, "Learn To Fly" und "Stacked Actors" von There Is Nothing Left To Lose sowie "All My Life" und "Times Like These" von One By One.

Echoes, Silence, Patience & Grace wurde derweil zu einem Erfolg, den sich die Künstler nicht im Entferntesten erträumt hatten: Nach dem Verkaufsrekord der ersten Woche bei iTunes in Grossbritannien, katapultierte sich die Platte an die Spitze der Charts weltweit und bereitete damit den Weg für eine ausverkaufte Stadiontour, darunter das erste Headliner-Konzert im Madison Square Garden und zwei Abende im L.A. Forum. Kürzlich verdoppelte die Band die Zahl der Zuschauer mit ihrem weltweit grössten Konzert und einer Rekordzahl von 165.000 Fans an zwei Abenden im Wembley Stadium. Beim Schlussrefrain von "Best Of You", der den zweiten Abend im Wembley beendete, kannten die mitsingenden 85.000 Fans die Antwort.

Die Foo Fighters stecken augenblicklich mitten in ihrer laufenden Welttournee, wobei zwei ausverkaufte Gigs im berühmten Red Rocks in Colorado und ein Headliner-Auftritt beim Austin City Limits Festival zu den Höhepunkten auf ihrer Reiseroute zählen. Die Band hat vor, die Pausen zwischen oder nach Konzerten mit Überlegungen zuzubringen, wie zum Teufel nochmal sie die Jahre 2007 und 2008 übertreffen können.

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