
Maroon 5
Maroon 5, die im Jahr 2005 ihre ersten beiden Grammys als "Best New Artist" erhielten und weltweit mehr als 10 Millionen Alben verkauft haben, heimsten mit der einzigartigen Mischung aus Rock und R&B, die ihr Debüt-Album „Songs about Jane" prägt, wohlverdientes Lob ein. Am 22. Mai bringt die 5-köpfige Band nach 4 Jahren und zahleichen Live-Shows mit absoluten Ikonen der populären Musik wie den Rolling Stones und Stevie Wonder endlich das lang ersehnte zweite Album „It Won't Be Soon Before Long" (A&M/Octone Records) auf den Markt. Fans können sich auf dieses Zweitwerk freuen, das von Adam Levine, dem Sänger/Gitaristen als „sexier", „stärker" und „textlich düsterer" als „Jane" bezeichnet wird. Levine: „Das Album verdeutlicht ganz einfach das, was wir immer schon waren - nämlich anders als die anderen!"
Produziert wurde das Album, das in der Heimatstadt der Band, Los Angeles, aufgenommen wurde, von Mike Elizondo (Fiona Apple, Eminem), Mark „Spike" Stent (Gwen Stefani, Björk, Keane, Marilyn Manson), Mark Endert (Madonna, Fiona Apple) und Eric Valentine (Queens of the Stone Age, Nickel Creek). Es trägt außerdem die Handschrift des neuen Drummers Matt Flynn, dessen härtere Beats den satten Sound von Levine sowie dem Gitaristen James Valentine, dem Bassisten Mickey Madden und dem Keyboarder Jesse Carmichael abrunden. „Wir sind mit dem Endprodukt echt zufrieden", so Levine, der das Label für seine Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Sounds und Strukturen lobt. „Bei ‚Jane' konnte man unsere Einflüsse noch ziemlich deutlich heraushören, aber jetzt klingen wir wirklich wie Maroon 5", sagt Levine. „Wir entwickeln immer mehr unsere eigene Identität als Band, und ich denke, dass dieses Album die Wahrnehmung der Öffentlichkeit entsprechend verändern wird."
Schon die erste Single, „Makes Me Wonder", verdeutlicht, dass es Maroon 5 erneut gelungen ist, all jene Elemente zu kombinieren, die einen universell beliebten Rocksong ausmachen. Der Titel verbindet ein bassiges Intro mit einer eingängigen Melodie, die direkt ins Ohr geht und zu der Zeile „Give me something to believe in because I don't believe in you anymore" (Gib mir etwas, woran ich glauben kann, denn an dich glaube ich nicht mehr) fast im Widerspruch steht. Adam Levine nennt als weiteren prägenden Faktor „eine steigende Unzufriedenheit mit der Entwicklung der Weltsituation" und der politischen Macher, was dem ansonsten eher optimistischen Song über eine Trennung eine zusätzliche Bedeutung verschafft. „If I Never See Your Face" befasst sich mit brutaler Offenheit im Rahmen einer Liebesaffäre, wobei der gekonnt sparsame Gitarrensound auf dem Hintergrund eines gleichmäßigen Rhythmus an Quincy Jones denken lässt. Ein Elektronika-Intro steht am Anfang von „Wake Up Call", dessen Hiphop-Leitmotiv den roten Faden durch eine düstere Welt voller Betrug und Wut bildet.
Aber „It Won't Be Soon Before Long" zeichnet sich auch durch ein Gefühl der Hoffnung aus. Im hyperkinetischen Rock-Hiphop-Konglomerat „A Little of Your Time" (laut Levine „der originellste Titel auf diesem Album, mit einem der besten Texte, den wir je geschrieben haben"), steht eine Beziehung vor der Herausforderung, Misstrauen und Missverständnisse zu überwinden. Und das von einem packenden Bass-Puls geprägte „Won't Go Home Without You" bittet flehentlich um „eine letzte Chance".
Levine, Carmichael und Madden, die sich auf der Highschool in West L.A. kennen lernten, sorgten ursprünglich unter dem Bandnamen Kara's Flowers für Furore. Obwohl die Sterne ausgesprochen günstig standen - ihr erstes Album nahmen sie mit dem legendären Produzenten Rob Cavallo (Green Day, Goo Goo Dolls) auf - erwies sich ihr Debüt, „The Fourth World", als wirtschaftlicher Misserfolg. Kara's Flowers wurden vom Label freigestellt, und die Bandmitglieder zweifelten an einer gemeinsamen Zukunft. Die unmittelbare Antwort bot sich in der Hochschullaufbahn. Madden blieb in Los Angeles und studierte an der UCLA (University of California), Levine und Carmichael zog es nach Osten, an die State University of New York.
Die Hallen der SUNY waren schließlich Schauplatz einer Offenbarung. „Die Wohngebäude der Uni waren erfüllt von Gospel-Klängen, und die anderen Studenten hörten Musik, die wir selbst noch nicht kannten, z.B. Biggie Smalls, Missy Elliot und Jay-Z", so Levine. „Dann kam die Aaliyah-Platte heraus, und wir waren total aus dem Häuschen." Bis dahin waren die wichtigsten Einflüsse der Band die Beatles, Bob Dylan, Simon & Garfunkel und andere Künstler gewesen, mit deren Musik sie aufgewachsen waren. Aber nun erfuhr die musikalische Landschaft eine gewaltige Umwälzung. Levine begann sich intensiv mit Stevie Wonders Musik zu beschäftigen und gewöhnte sich einen völlig anderen Singstil an. Carmichael lernte Keyboards zu spielen. Und plötzlich sah die Zukunft wieder rosig aus, wenn auch in einem gänzlich anderen Licht .
Als die beiden schließlich in L.A. wieder mit Madden zusammentrafen, fügten sie ihrem explosiven Rock'n'Roll einen erfrischenden R&B-Groove hinzu. Als willkommene Nebenwirkung der neuen musikalischen Richtung entstand auch ein neuer Name, Maroon 5. Außerdem schloss sich ein fünftes Mitglied an: Gitarist James Valentine. „James tauchte genau zu dem Zeitpunkt auf, als wir über einen neuen Namen nachdachten" so Levine. „Wir hatten nicht nur ein neues Bandmitglied, nämlich James, sondern auch eine total neue Richtung eingeschlagen. Wir waren eindeutig nicht mehr „ Kara's Flowers".
Durch ihren wieder gefundenen Enthusiasmus, den neuen Sound und einen neuen Namen bestärkt zogen Maroon 5 ziemlich schnell die Aufmerksamkeit der Platten-Labels auf sich. Octone Records, ein damals noch neues New Yorker Indie-Label, nahm die Gruppe unter Vertrag, und im Jahr 2001 begaben sich die Jungs von Maroon 5 mit dem Produzenten Matt Wallace (The Replacements, Faith No More) ins Studio. Es gelang ihnen, ihre Rock-Wurzeln mit der neu entdeckten Liebe zum R&B zu verschmelzen, und das Resultat war „Songs About Jane". Das Album kam im Juni 2002 heraus und bestach durch seine Pop-Rhythmen und klassische Soul-Melodien im Einklang mit glühenden Gitarren-Sounds auf einem mitreißenden Rockhintergrund. Abgerundet wurde diese gelungen Mischung von Levines ausdrucksvoller Stimme, die emotionsgeladene Geschichten von einer Ex-Freundin erzählte.
Das Album wies nicht weniger als vier Chart-Singles auf. Eine davon, „This Love", verschaffte Maroon 5 bei den 2004 MTV Video Music Awards die Auszeichnung „Bester neuer Künstler". Die Single war außerdem gleichzeitig die Nummer 1 der Top 40 und bei VH1 und MTV sowie der erste offizielle Platin-Download der Musikgeschichte. Ein weiterer Erfolgstitel des Albums, „She Will Be Loved", erhielt eine Grammy-Nominierung als „Bester Pop-Titel eines Duos oder einer Gruppe mit Gesang". Die anderen beiden Singles vom „Jane"-Album, „Harder to Breathe" und „Sunday Morning", erreichten die Billboard Top 20 bzw. Top 40. Die Band wurde außerdem für die Grammy-Auszeichnung „Bester neuer Künstler" nominiert - und gewann den renommierten Preis. Im Jahr 2004 blieb Maroon 5 zehn Wochen lang in den Charts und beherrschte die Modern Adult Contemporary, Hot AC und Adult Top 40 Charts. Bis heute ist „Jane" in den USA vier Mal mit Platin ausgezeichnet worden. Auch in über 35 anderen Ländern hat das Album Gold- oder Platin-Status erreicht.
Maroon 5 hat mit einer beeindruckenden Reihe von Künstlern getourt - von den Rolling Stones bis zu Stevie Wonder (am Schluss des Live 8-Konzerts in Philadelphia). Die Band ist in praktisch jeder wichtigen US-TV-Show als musikalischer Gast aufgetreten, so zum Beispiel „Saturday Night Live", „The Late Show with David Letterman", „The Tonight Show with Jay Leno", „The Ellen DeGeneres Show", „Jimmy Kimmel Live", "The Today Show" und vielen anderen.
Nach der Veröffentlichung des Folgealbums „Acoustic" (2004), bestehend aus einer Reihe von Unplugged-Versionen der Hits, sowie „Live - Friday, the 13th" (2005) gewann Maroon 5 einen zweiten Grammy ("Bester Pop-Titel eines Duos oder einer Gruppe mit Gesang" für die im Jahr 2006 entstandene Live-Aufnahme der internationalen Hit-Single „This Love".
Maroon 5 haben sich mittlerweile auch für den engagierten Einsatz für die Umwelt einen Namen gemacht, und im Jahr 2006 wurden diese Bestrebungen bei den „2006 Environmental Media Awards" anerkannt. In jüngster Zeit hat die Gruppe einen großen Teil ihrer Zeit und Energie der Aktion „Global Cool" gewidmet, einer vor kurzem ins Leben gerufenen Initiative, welche die Erwärmung der Erdatmosphäre bekämpft, indem eine Milliarde Menschen auf der ganzen Welt dazu motiviert werden, ihren persönlichen Energieverbrauch zu reduzieren. Weitere Informationen unter www.maroon5.com.



